Flasche oder Tetrapak?
9. Jul 2010
Seit längerem gibt es bei den bekannten Lebensmitteldiscountern Wein in Tetrapaks. Bedingt durch die Pappverpackung haftet diesem Wein immer etwas Billiges und Peinliches an. Ironischerweise gibt es jedoch keine Unterschiede zu Wein aus einer Glasflasche, der den gleichen Preis hat. Doch mit einer Glasflasche bekommt anscheinend selbst der billigste Wein ein gewisses Maß an Stil, obwohl der Kopf einem am nächsten Morgen nicht für die eingesparten Euros beim Weinkauf dankt.
Nun muss hier aber auch gleichzeitig festgehalten werden, dass sich in die Tetrapaks in der Regel kein besonders guter Wein verirrt. Man kann ihn problemlos trinken oder für Weinschorle und Bowle benutzen, aber verwöhnen oder beeindrucken kann man mit einem solchen Wein niemanden.
Das zusätzliche schlechte Image der Verpackung könnte Winzer auf eine harte Probe stellen. Im fränkischen Raum wollen diese in naher Zukunft Wein in der Pappschachtel einführen. Die Beweggründe sind dabei sehr nobel, es sollen Schadstoffemissionen bei der Herstellung minimiert werden, indem man auf die umweltfreundlich herzustellende Pappschachtel zurückgreift. Allerdings muss man dann auch schaffen, die Kunden für die Pappschachtel zu begeistern. Denn geschmacklich verliert der Wein nicht, wenn er in einem Tetrapak gelagert wird. Und zuhause kann er dann ja problemlos in einen Dekanter umgefüllt werden.
Bild: Cisco Ripac / pixelio.de
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